Materialität

Emotion, Details und Interaktion

Von Elvira Stein / @elvirastein

Hallo!

Ich bin Elvira. Bitte stellt euch kurz vor.
Was sind eure Erwartungen und Wünsche an diesen Kurs?

Ziel

  • Materialität reflektieren
  • im digitalen und im gedruckten
  • in eigene Produkte und Designs integrieren

Unsere Termine

  • 6. März 2017: Emotion, Details und Interaktion
  • 24. April 2017: Gestaltung von Materialität
  • 8. Mai 2017: Vertrautes vs. Abstraktion
  • 22. Mai 2017: Arbeitstermin und Präsentationen

Abgabetermin

Freitag, 30. Juni 2017
Versand-PDFs (< 5MB) an mail@elvirastein.com

Unterlagen: elvirastein.com/lectures

Intro

historisches und aktuelles Thema – ändert sich mit jeder Mediennutzung

Analog

haptischen und anderen Eindrücken

Digital?

Nähern wir uns über die Frage:
Was ist das Ziel von Materialität?

Status Quo

Analoge Vergangenheit steht digitaler Gegenwart gegenüber
sagt Gabriela Christen, Hochschule Luzern

Ich glaube: unsere Gegenwart ist gleichzeitig
analog und digital. Und aufregend 🌟

Analog = Objekt

Digital = Anwendung

Objekt und Inhalt

Überschneidungen gab es immer schon

Beispiel Buch:
Einheit von Wort und Ding – von Metapher und Materialität

Als Designer müssen wir Inhalt und Gestaltung zeitweise trennen, aber doch das Gesamte im Blick behalten.

Objekt und Inhalt = Einheit

für den Leser oder Benutzer

Auch digitale Anwendungen brauchen materielle Infrastruktur. Sie sind der Zugang zum Inhalt.

Oder so:

Labyrinth oder Enzyklopedie

Schicken wir unsere Benutzer in ein Labyrinth?
Je nachdem.

Defaults

Für jedes Medium etabliert sich über die Zeit eine anerkannte Ordnung, gewisse Konventionen.

Außerdem: unser kultureller Hintergrund

Orientierung

Bewegen wir uns innerhalb dieser Erwartungen,
geben wir unseren Benutzern Orientierung.

Neue Medien, neue Möglichkeiten

Technische Entwicklungen bieten einen kurzen Moment neuer Möglichkeiten

Unser Umgang verändert sich:

«[Unsere Geräte] erweitern und verstärken unsere traditionellen Aktivitäten.»
  • Mobilität der Geräte
  • Vernetzung
  • Verfügbarkeit des Internets
«Like air and drinking water, being digital will be noticed only by its absence, not its presence.»

Nicolas Negroponte in Beyond the digital, 1998

99%

der 14–24 Jährigen verwenden das Internet

Bedeutung für die Gestaltung

Aspekte analoger Materialität

Erwerben – Aneignen – Spüren – Sammeln (und Archivieren)

Einzigartigkeit

Was macht die Interaktion mit uns?

Wie machen wir uns Objekte zu eigen?

Was führt zu dieser emotionalen Bindungen?

«Die Sehnsucht nach ganz primitiven, einfachen Erlebnissen bricht nicht ab.»

und weiter:

«Wer alles nur noch mit dem Kopf und mit den Augen wahrnimmt, reduziert sich selbst, ist im ganz wortwörtlichen Sinn beschränkt.»

Jacques Herzog, Architekt

Sinnlichkeit

Wie können wir auf unmittelbare, sinnliche Weise ansprechen?

Was macht besondere Produkte aus?

Emotionen

Sie machen uns klug und menschlich.

Jedes Produkt erfüllt eine Funktion. Das ist die Grundlage.

«We all know fantastic products when we see them. They make you smile, they touch your soul. They make you wonder. They help you discover. They give you super powers.»

Thomas Schranz, Product Manager bei Blossom in
The simple Secret behind wonderful Products

«They give you superpowers»

Fähigkeiten erhalten, die wir noch nicht haben

Geräte und Software werden zur Erweiterung unseres Körpers und unserer Fähigkeiten

Unser Identitätsbegriff verändert sich – und längst auch unsere Kommunikation.

«They make you smile, they touch your soul.»

Ein Produkt schreibt sich dann in unser Herz ein, wenn es uns berührt und emotional anspricht.

Wie können wir das erreichen?

«It’s about caring more than others do.»

Danke! ♥