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Materialität

Von Elvira Stein / @elvirastein

Was ist Materialität?

Ansprechen durch Emotionen

Aspekte analoger Materialität

Erwerben – Aneignen – Spüren – Sammeln (und Archivieren)

Einzigartigkeit

Was macht die Interaktion mit uns?

Wie machen wir uns Objekte zu eigen?

Was führt zu dieser emotionalen Bindungen?

«Die Sehnsucht nach ganz primitiven, einfachen Erlebnissen bricht nicht ab.»

und weiter:

«Wer alles nur noch mit dem Kopf und mit den Augen wahrnimmt, reduziert sich selbst, ist im ganz wortwörtlichen Sinn beschränkt.»

Jacques Herzog, Architekt

Sinnlichkeit

Wie können wir auf unmittelbare, sinnliche Weise ansprechen?

Emotionen

Sie machen uns klug und menschlich.

Microinteractions

Materialität äußert sich in der Interaktion

Analog:
in sichtbaren, fühlbaren Eindrücken

Beispiel Buch: das Umblättern ist ein manueller Akt, das Überwinden eines feinen Widerstands

Digital:
in subtiler Veränderung

Wie kann sich die Veränderung ausdrücken?

Animation

  • Bewegung: eine Eingabe löst Bewegung aus
  • Tempo: etwas kann schneller oder langsamer werden

Tonebene

Benutzereingaben lösen Sounds aus

Bildebene

  • Opazität: die Transparenz verändert sich
  • Schärfe: Bilder werden scharf oder unscharf
  • Veränderung der Helligkeit

Microinteractions

  • Mini-Funktionen
  • erfüllen genau eine Aufgabe

Microinteractions sind der Schlüssel zu guter User Experience.

«By being intentional about user experience in those small moments, that are typically neglected, you can showcase the personality of your app, as well as building loyalty among users.»

Chuck Longanecker in Give your Website Soul with Emotionally Intelligent Interactions

Zusätzliche Dimension durch physische Effekte

Liegt es gut in der Hand?

Ist es schwer? Leicht?

Welche Assoziationen weckt es?

Kontext

Wer wird es verwenden, in welchem Zusammenhang?

«By designing contexts for experience instead of simply products, the focus shifts from the result of interaction […] towards the involvement during interaction […].»

Caroline Hummels on Design and Emotion
via International Journal of Design

Auflage

Papier

  • gestrichen – ungestrichen
  • glänzend – matt
  • Farbe
  • Grammatur: Widerstand, Opazität, Volumen
  • Haptik: rauh – glatt – strukturiert

Druckverfahren

  • Digitaldruck
  • Offsetdruck
  • Siebdruck
  • Buchdruck/Letterpress
  • Linoldruck
  • Handschrift

Farben

  • 1c: Bitmap, Graustufen
  • 4c: Vierfarbdruck (Standard)
  • Sonderfarben

Veredelungen

  • Lackierung (matt/glänzend)
  • Prägung
  • Heißfolienprägung
  • Laminierung (matt/glänzend)
  • Stanzungen, Falzungen, Perforation, …

Bindung

  • Klebebindung
  • Fadenheftung
  • Klammerheftung
  • Vorsatzpapiere
  • Softcover – Hardcover
  • Flappen, …

Materialität
im Design

Handmade

Skeuomorphismus

Flat Design

Abstraktion

Entwicklung von naturalistischer zu stilisierter Darstellung

Vereinfachung macht Design universeller

Resumé

Durch Vermischen unserer analogen und digitalen Werkzeuge, Handgemachtem und Computergrafik, können wir besondere, einzigartige Produkte schaffen.

Wir wecken durch Referenzieren der ursprünglichen Materialität damit verbundene Assoziationen.

«We all know fantastic products when we see them. They make you smile, they touch your soul. They make you wonder. They help you discover. They give you super powers.»

Thomas Schranz, Product Manager bei Blossom in
The simple Secret behind wonderful Products

«It’s about caring more than others do.»

Danke! ♥